Unsere Themen-Woche: Henri Matisse und seine Scherenschnitte

In unserer nächsten Kunst-Themenwoche haben wir uns mit Henri Matisse beschäftigt.
Wir haben das Thema ganz ruhig begonnen.
Zuerst haben wir Buchausschnitte gelesen und das Buch „Monsieur Matisse“ von Annemarie van Haeringen angeschaut. Das Buch ist sehr einfach gehalten, hat wenig Text und erzählt trotzdem eine spannende biografische Geschichte. Genau richtig für Kinder.
Danach haben wir darüber gesprochen.
Anschließend haben wir uns noch ein paar Videos über ihn angesehen, um uns ein wenig mit seinem Leben vertraut zu machen. Auch seine Bilder haben wir gemeinsam angeschaut, und jedes Kind durfte erzählen, was ihm an einem Bild gefällt.
Henri Matisse wollte eigentlich Rechtsanwalt werden.
Als er jedoch krank wurde und lange im Bett bleiben musste, schenkte ihm seine Mutter einen Malkasten – einfach als Trost. Das Malen hat ihm so gutgetan, dass er beschloss, Künstler zu werden.
Er ist bekannt für eine Kunst, die Farbe, Ruhe und Lebensfreude in den Mittelpunkt stellt.
Ein Zitat von ihm mag ich besonders gern:
„Was ich erträume, ist eine Kunst des Gleichgewichts, der Reinheit und der Ruhe,
frei von beunruhigenden oder deprimierenden Themen –
etwas wie ein guter Sessel, in dem man sich von körperlicher Ermüdung erholt.“
Für seine Bilder nutzte er kräftige, reine Farben – nicht, um realistisch zu malen, sondern um Gefühle auszudrücken.
Als Henri Matisse älter wurde, erkrankte er schwer und war nach einer Krebsoperation lange körperlich eingeschränkt. In dieser Zeit konnte er kaum noch malen.
So kam er auf eine neue Idee:
Er begann, Papier mit Farbe zu bemalen, Formen auszuschneiden und daraus Bilder zu legen und zu kleben.
So entstanden seine berühmten Scherenschnitte und Collagen.

Für Matisse war dabei wichtig: kräftige Farben – sie durften leuchten und fröhlich sein, einfache Formen – nicht kompliziert, nicht perfekt, Gefühle – ein Bild sollte sich gut anfühlen
Und genau das wollten wir auch ausprobieren.
Wir haben Tonpapier* genommen.
Die Kinder durften ganz frei Formen ausschneiden, so wie sie wollten. Dann haben sie die bunten Papierstücke einfach aufgeklebt – ohne Plan, ohne Vorgabe. Jeder konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen.
So ist zum Beispiel dieses Bild entstanden:

Diese Bücher passen gut zum Thema:
- „Monsieur Matisse“ – Annemarie van Haeringen*
- „Dein buntes Wörterbuch Kunst“*
- „Kunst. Ein Entdeckerbuch für Kinder“ – Rosie Dickins*
- „Matisse und sein Garten „, Samantha Friedman und Cristina Amodeo*
- „Wer ist eigentlich dieser Matisse?: Kinder entdecken Kunst“, Britta Benke*
- „Henri Matisse: Das Kunst-Sticker-Mal-Buch“, Annette Roeder*
- „Tanzende Farben – Im Atelier von Henri Matisse“, Marion Blomeyer und Charlotte Vierer*
Zum Abschluss haben wir noch eine Künstler-Wand gemacht.
Eine Wand im Kinderzimmer haben wir dafür ausgesucht. Dort hängen alle Künstler, mit denen wir uns bisher beschäftigt haben, und die Bilder, die die Kinder nachgemacht oder frei interpretiert haben. So sehen die Kinder ihre Werke immer wieder – und merken sich ganz nebenbei auch die Namen der Künstler.

Das war unsere Themen-Woche zu Henri Matisse.
Wenn ihr Lust habt, mehr über unsere Kunst-Projekte zu erfahren, schaut gerne weiter auf dem Blog vorbei.
Schreibt mir in die Kommentare, ob euch das Thema gefallen hat und ob ihr Henri Matisse schon kanntet 🤍
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind Provisionslinks auf externe Angebote. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken und über diesen Link einen Kauf tätigen, erhalte ich vom Anbieter eine Provision. Der Preis verändert sich hierbei nicht.
