Themenwoche mit Kindern: Unser Körper

Ich habe euch ja schon in einem früheren Beitrag erzählt, dass ich mit den Kindern ab und zu Themenwochen mache.
Dabei nehmen wir uns bewusst ein Thema und beschäftigen uns mehrere Tage damit – wir lesen Bücher, schauen Videos, erforschen gemeinsam und basteln natürlich auch viel.

Diese Woche hatten wir ein besonders spannendes und interessantes Thema: Unser Körper.

Damit es für die Kinder überschaubar bleibt, habe ich das Thema in verschiedene Bereiche aufgeteilt und jeden Tag nur einen Schwerpunkt gemacht.
Das waren bei uns:

  • Das bin ich – mein Körper
  • Was ist IN meinem Körper? (Organe)
  • Knochen und Muskeln

Das bin ich – mein Körper

Am ersten Tag ging es darum, den eigenen Körper besser kennenzulernen, Körperteile zu lernen und richtig zu benennen.
Gerade für bilinguale Kinder (wie bei uns) ist das eine tolle Möglichkeit, den Wortschatz spielerisch zu erweitern.

Ich habe dafür drei große Bögen Tonpapier in Braun und die gleiche Anzahl in Grün zusammengeklebt, damit mein jüngster Sohn komplett darauf Platz hat.
Er hat sich dann auf das Papier gelegt und wir haben seinen Körperumriss nachgezeichnet. Danach wurde alles ausgeschnitten und auf das grüne Papier geklebt.

Ich hatte zuvor Begriffe für die Körperteile ausgedruckt, und wir haben sie gemeinsam an die richtigen Stellen geklebt.
Da unser „Mensch“ in realistischer Größe war, fanden die Kinder das besonders spannend – und auch ziemlich lustig.

Zusätzlich habe ich noch eine Vorlage mit Gesichtsteilen vorbereitet (die könnt ihr euch unten kostenlos herunterladen). Mein Sohn durfte Augen, Nase, Mund und Ohren aufkleben.

Und weil ihm das so viel Spaß gemacht hat und wir noch mehr Gesichtsteile übrig hatten (Nasen, Ohren, Augen, Münder …), wünschte er sich noch einen extra Kopf 🙂
Also haben wir ein großes Oval ausgeschnitten, Haare aufgeklebt und ein richtig lustiges Gesicht gestaltet. Das sorgte für viel Gelächter – und er hat seinen Kopf stolz „Fedja“ genannt 😊

Zum Schluss wollten wir noch herausfinden, wo unser Puls ist.
Ich habe aus Knete* eine kleine Kugel geformt und sie auf die Pulstelle gelegt. In die Mitte kam ein Zahnstocher (oder ein Schaschlikspieß), oben drauf noch eine kleine Papierflagge.
Und tatsächlich – nach kurzer Zeit fing die Flagge an zu flattern! Ein richtig schöner Aha-Moment.

Was ist IN meinem Körper? (Organe)

Dieser Teil brauchte etwas mehr Vorbereitung, hat mir aber auch besonders viel Spaß gemacht.

Zuerst habe ich eine Lungen-Vorlage ausgedruckt und auf Pappe geklebt (wer möchte, kann sie auch ausmalen).
Dann habe ich einen Gefrierbeutel genommen, alle Beschriftungen entfernt und ihn so zugeschnitten, dass zwei kleine „Lungenflügel“ entstanden sind. Die habe ich an den Seiten mit Tesa abgeklebt, sodass keine Luft entweichen konnte.

Oben habe ich zwei Strohhalme hineingesteckt, alles gut fixiert und die Strohhalme zusammengeführt. Diese wurden dann in der Mitte auf der Lunge befestigt. Ich hatte noch eine Nase übrig – die kam oben auch noch dran 😊

Das sorgte für einen richtigen Wow-Effekt!
Alle Kinder wollten ausprobieren, wie die Luft rein- und rausgeht, und ganz nebenbei konnten sie verstehen, wie unsere Lunge funktioniert.

Als Nächstes wollte ich zeigen, was im Magen passiert.
Dafür habe ich eine Magen-Vorlage ausgedruckt und auf einen Gefrierbeutel gelegt. Den Magen habe ich einfach nachgemalt (ich bin wirklich keine große Zeichnerin 😄).

Dann gab es Knäckebrot. Wir haben darüber gesprochen, warum es wichtig ist, gut zu kauen – denn der Magen hat ja schließlich keine Zähne 🙂
Wir haben das Knäckebrot in unterschiedlich große Stücke gebrochen und alles in den Beutel gelegt.

Damit man besser sehen konnte, was im Magen passiert, habe ich ein wenig Fanta dazugegeben – als „Magensaft-Ersatz“.
Der Beutel wurde gut verschlossen und in den Magen gelegt. Die Kinder konnten beobachten, wie das Essen immer weicher und flüssiger wurde – und sie durften auch mit den Fingern ein bisschen „helfen“.

Körperteile lernen kinder

Natürlich kam dann die Frage: Und wohin geht das Essen danach?
Dabei haben wir gelernt, dass der Dünndarm bei einem Kind von etwa 7–8 Jahren bis zu rund 4 Meter lang sein kann und der Dickdarm ungefähr 1 Meter. Das haben wir gemeinsam auf dem Boden abgemessen – wirklich unglaublich, wie lang das ist!

Zum Schluss wollte ich noch zeigen, wie unser Herz arbeitet.
Dafür brauchten wir zwei Gläser, zwei Strohhalme, einen Luftballon, Knete und Wasser (mit roter Lebensmittelfarbe).

Ein Glas wurde mit dem gefärbten Wasser gefüllt. Ein Luftballon wurde halbiert, und der dickere Teil kam wie ein Deckel über das Glas. Mit einem Bleistift habe ich vorsichtig zwei Löcher gemacht und die Strohhalme hineingesteckt. Einen Strohhalm habe ich unten mit Knete verschlossen, der andere führte in ein leeres Glas.

Dann durfte jeder ausprobieren: Einfach mehrmals auf den Ballon drücken – und schon floss das „Blut“ ins andere Glas.
Alle waren total fasziniert, bis der Luftballon irgendwann geplatzt ist 😊

Um den Herzschlag zu hören, haben wir uns noch ein Stethoskop gebastelt.
Dafür haben wir eine Küchenrolle und zwei Trichter benutzt. Einen großen hatte ich in der Küche, den zweiten habe ich aus einem Experimentierkasten genommen – hat auch funktioniert.
Die Trichter wurden an beiden Seiten in die Rolle gesteckt und mit Isolierband* befestigt.

schlag hören kinder

Dekorieren wollten meine Jungs es nicht, aber dafür haben sie bei allen Familienmitgliedern fleißig Herzschläge gesucht.

Knochen und Muskeln

Im nächsten Schritt ging es um Knochen und Muskeln.
Wir haben viel darüber gesprochen und das Spiel „Muskeln an – Muskeln aus“ gespielt. Dabei konnten die Kinder fühlen, wie sich Muskeln verändern, wenn man sie anspannt und wieder locker lässt.

Gemeinsam haben wir Begriffe wie Knochen, Muskeln, Gelenke, Bauchmuskeln und sogar Trapezmuskeln kennengelernt und direkt an unserem eigenen Körper gesucht.

Als Bastelidee habe ich meine Hand auf Pappe gemalt und ausgeschnitten. Dann habe ich Strohhalme in kleine Stücke geschnitten und sie mit Heißkleber* auf die Finger geklebt.
Durch die Strohhalme wurden Fäden gezogen und hinten fixiert. Zog man unten an den Fäden, bewegten sich die Finger – fast wie echte Muskeln.
Das hat uns allen richtig viel Spaß gemacht!

Unterstützt wurde dieses Thema bei uns außerdem durch diese Spiele:

Und diese Bücher haben perfekt dazu gepasst:

Das war unsere Themenwoche zum Thema „Unser Körper“.

kostenlose vorlage für kinder


Die kostenlosen Vorlagen, die wir dafür genutzt haben, findet ihr hier.

Passend zur Themenwoche „Unser Körper“ habe ich diese Vorlage gestaltet, die sich flexibel einsetzen lässt.
Die einzelnen Seiten können als A4-Poster, für die Wand oder auch ausgeschnitten zum spielerischen Benennen der Körperteile genutzt werden.
Den Link zur Vorlage findet ihr hier.

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