Steckbausteine aus Papprollen basteln: nachhaltige Spielidee für Kinder

Nachhaltige Spielidee aus Alltagsmaterialien
Ich glaube, ich habe schon öfter erzählt, dass ich solche Spielideen aus Alltagsmaterialien liebe. Spiele, die kaum Vorbereitung brauchen, fast nichts kosten und trotzdem richtig lange beschäftigen können. Besonders schön finde ich, wenn Kinder nicht nur damit spielen, sondern das Spielzeug auch selbst mitgestalten können. Dann sind sie oft richtig stolz auf ihr Werk und spielen später viel lieber damit.
Heute geht es um einfache Steckbausteine aus Papprollen. Also um kleine Bausteine aus Küchenrollen oder Klorollen, die man einschneiden, bemalen und immer wieder neu zusammenstecken kann. Perfekt für Regentage, Kita, Vorschule oder einfach für einen Nachmittag zu Hause.
Aus Küchenrollen und Klorollen werden Steckbausteine
Ich sammle schon länger leere Küchenrollen und Klorollen für verschiedene DIYs und Bastelprojekte mit Kindern. Gestern dachte ich dann: Hm, lass uns mal etwas Neues ausprobieren.
Küchenrollen finde ich für diese Bastelidee besonders praktisch, weil man sie in verschiedene Größen schneiden kann. So entstehen unterschiedlich hohe Teile für die Steckbausteine. Klorollen gehen natürlich auch sehr gut, aber Küchenrollen kann man noch besser anpassen.
Die Idee ist ganz einfach:
Die Papprollen werden in Stücke geschnitten. Danach schneidet man kleine Schlitze hinein. Durch diese Schlitze können die Rollen miteinander verbunden werden. So entsteht ein kleines Stecksystem aus Pappe.
Die Kinder können damit Türme, Häuser, Burgen oder Fantasiegebäude bauen.
Das brauchst du für die Papprollen-Steckbausteine
Du brauchst nur wenige Materialien:
- leere Küchenrollen oder Klorollen
(alternativ könnt ihr auch Papprollen zum Basteln kaufen – hier*) - eine Schere
- Stifte, Filzstifte*, Acrylfarben* oder Farbmarker*
- optional: einen Schuhkarton zum Aufbewahren
Mehr eigentlich nicht. Genau solche einfachen Bastelideen mag ich am liebsten.
So haben wir die Steckbausteine gebastelt
Zuerst wollte ich ausprobieren, ob das überhaupt funktioniert. Ich habe an den Seiten größere Öffnungen geschnitten. Das sah ein bisschen aus wie bei einem Burgturm. Es hat zwar funktioniert, aber die Papprollen hielten nicht so gut zusammen. Sie sind immer wieder auseinandergefallen. Also habe ich weiter ausprobiert.
Dann habe ich nur kleine Schlitze eingeschnitten, ungefähr 1 cm tief. Ich habe an beiden Seiten jeweils vier kleine Schlitze gemacht.

Und siehe da: Das hielt viel besser!
Die Rollen ließen sich einfacher ineinanderstecken und mein Sohn hat sofort angefangen, Türme zu bauen. Danach haben wir gespielt, wer den höchsten Turm baut, ohne dass er umfällt. Spoiler: Ich habe gewonnen. 🙂

Danach wurde gebaut, gespielt und bemalt
Nach dem ersten Ausprobieren hat mein Sohn seine kleinen Plastiksoldaten* geholt und plötzlich wurden aus den Papprollen-Steckbausteinen kleine Burgen und Festungen. Jeder bekam eigene Bauteile und konnte sich seine Burg bauen.
Das war richtig schön zu beobachten, weil aus ein paar alten Küchenrollen plötzlich ein ganzes Spiel entstanden ist.

Nach viel Quatsch, Bauen und Spielen fanden wir, dass unsere Steckbausteine noch ein bisschen Farbe vertragen könnten. Also haben wir sie mit Farbmarkern angemalt und kleine Fenster darauf gemalt.

Und guck mal, wie schön sie geworden sind!
Aus einfachen Papprollen wurden bunte Türme, kleine Häuser und Burgteile.
Ich finde diese Spielidee nicht nur schön, sondern auch wirklich sinnvoll für Kinder.
Beim Schneiden, Festhalten und Anmalen wird die Feinmotorik der Kinder gefördert. Beim bunten Gestalten der Papprollen können sie kreativ werden und ihre eigenen Ideen umsetzen. Wenn die Rollen zusammengesteckt werden, üben die Kinder außerdem ihr räumliches Denken: Welche Rolle passt wohin? Wie hält der Turm besser? Genau so wird aus einer ganz einfachen Bastelidee ein richtig spannendes Konstruktionsspiel.
Fällt eine Konstruktion um, ist das gar nicht schlimm. Dann wird neu ausprobiert und anders gebaut. So lernen Kinder ganz nebenbei, kleine Probleme zu lösen und geduldig zu bleiben. Und natürlich kommt auch die Fantasie nicht zu kurz: Aus den Papprollen werden Türme, Häuser, Burgen oder ganze Spielwelten.
Wichtiger Hinweis beim Schneiden
Wenn ihr die Steckbausteine mit kleinen Kindern bastelt, sollten Erwachsene die Schlitze einschneiden. Größere Kinder können natürlich mit einer Kinderschere* und etwas Begleitung mithelfen.
Das Bemalen und Zusammenstecken können auch kleinere Kinder sehr gut übernehmen.
Spielideen mit den Papprollen-Steckbausteinen
Mit den fertigen Papprollen-Bausteinen kann man ganz unterschiedlich spielen:
- Türme bauen
- eine Burg bauen
- eine Stadt bauen
- Häuser mit Fenstern gestalten
- Figuren darin wohnen lassen
- eine Ritterburg oder Festung bauen
- den höchsten Turm bauen
- schauen, welche Konstruktion am längsten stehen bleibt
Das Schöne ist: Die Steckbausteine kann man immer wieder auseinandernehmen und neu zusammenbauen.
Praktisch zum Aufbewahren
Nach dem Spielen haben wir alle Papprollen-Steckbausteine in einen Schuhkarton gelegt. So können die Kinder sie jederzeit wieder rausholen, wenn sie Lust haben.
Und wenn wir wieder neue Küchenrollen oder Klorollen haben, erweitern wir unser Spiel einfach weiter. So wächst unser kleines DIY-Stecksystem nach und nach.
Einfach, günstig und richtig schön
Ich mag diese Bastelidee wirklich sehr, weil sie so einfach ist. Man braucht keine teuren Materialien, keine lange Vorbereitung und kein perfektes Ergebnis.
Aus leeren Papprollen entsteht ein kreatives Spielzeug, mit dem Kinder bauen, ausprobieren, gestalten und spielen können.
Für uns war es eine schöne Beschäftigung für einen Regentag. Und ich bin mir sicher, dass wir unsere Papprollen-Steckbausteine noch öfter benutzen werden.
Habt ihr schon einmal Steckbausteine aus Papprollen gebastelt?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare.
Noch mehr einfache Spielideen und Bastelideen für Kinder findet ihr auf meinem Blog.
Und wenn ihr auf der Suche nach Druckvorlagen für eure Kinder seid, schaut gerne in meinem Etsy-Shop vorbei.
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