Mirabellenmarmelade – die Sonne im Glas (inkl. kostenloser Etiketten-Vorlage)

Mirabellenmarmelade – die Sonne im Glas 🌞
Vor ein paar Tagen hat mir mein Schwiegervater eine riesige Schale mit Mirabellen geschenkt. Sie waren schon richtig reif – süß, saftig und perfekt, um daraus Marmelade zu kochen. Ich wollte ein einfaches Rezept, das trotzdem richtig lecker ist.
Nach ein bisschen Ausprobieren habe ich jetzt meine perfekte Mischung gefunden – und die möchte ich gern mit euch teilen. Die Marmelade sieht nicht nur wunderschön aus, sondern schmeckt auch himmlisch.
Was ihr dafür braucht:
- 2 Marmeladengläser
- 500 g Mirabellen
- 250 g Gelierzucker (2:1)
- 1 Apfel
- Saft und Abrieb von einem Drittel Zitrone
So wird’s gemacht:
1️⃣ Gläser vorbereiten
Meine Gläser standen schon länger im Schrank, also wollte ich sie erst gründlich desinfizieren. Man kann sie natürlich aus der Spülmaschine nehmen oder ein paar Minuten in einem Topf mit heißem Wasser auskochen. Ich habe es mir einfacher gemacht: Gläser gut ausspülen, etwa zur Hälfte mit Wasser füllen und für ca. 2 Minuten bei 600–800 Watt in die Mikrowelle stellen, bis das Wasser sprudelnd kocht. Achtung: Nie komplett trocken oder mit zu wenig Wasser in die Mikrowelle stellen, sonst könnten die Gläser springen. Und natürlich ohne Deckel!
2️⃣ Mirabellen vorbereiten
Die Mirabellen gut waschen, entsteinen und in einen Topf geben. Zitronensaft und geriebenen Zitronenabrieb hinzufügen. Alles ein paar Minuten köcheln lassen und die Früchte dabei mit einem Löffel leicht zerdrücken. So bleiben kleine Fruchtstücke in der Marmelade.
3️⃣ Gelierzucker dazu
Jetzt den Gelierzucker einrühren und die Mischung etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
4️⃣ Konsistenz prüfen
Meine erste Gelierprobe war noch zu flüssig. Überreife Mirabellen enthalten oft weniger Pektin – das macht die Marmelade etwas weicher. Deshalb habe ich einen Apfel ganz fein gerieben (Äpfel sind reich an natürlichem Pektin) und dazugegeben. Nach ein paar Minuten Kochen wurde die Masse deutlich fester – zwar nicht perfekt dick, aber genau richtig für meinen Geschmack.
5️⃣ Abfüllen
Die heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen, gut verschließen und abkühlen lassen. Aus der Menge habe ich zwei volle Gläser bekommen. Die Farbe – einfach märchenhaft! 💛



Am Abend haben wir sie gleich aufs frische Brötchen gestrichen – und siehe da: Über Nacht ist sie noch fester geworden. Sie schmeckt fruchtig, leicht zitronig und nicht zu süß. Perfekt aufs Brot, im Joghurt oder im Müsli.
In der Zeit, in der die Marmelade abkühlte, habe ich die Aufkleber für die Gläser erstellt.
Dafür habe ich diesmal extra Stickerpapier* benutzt – das macht es schön praktisch, weil man sie direkt aufkleben kann. Früher hatte ich so etwas nicht und habe einfach auf normales Papier gedruckt und die Etiketten dann mit Klebestreifen befestigt – geht auch, dauert nur ein bisschen länger.
Meine Vorlage für die Beschriftung habe ich euch hier ebenfalls hinterlegt. (Natürlich kostenlos).
Es gibt sie für die Monate Juni bis September – und sogar schon für das nächste Jahr, falls ihr Lust habt, euch rechtzeitig einzudecken und eure Marmeladen hübsch zu beschriften.
Und wie witzig: Erst beim Schreiben dieses Beitrags ist mir aufgefallen, dass meine Gläser „Juni“ tragen – obwohl wir jetzt schon August haben. Na ja, dann müssen wir sie wohl ganz schnell verputzen. 😄
Und weil’s so lecker war, habe ich mir vorgenommen, morgen noch einmal Mirabellenmarmelade zu kochen – diesmal mit einem kleinen Twist für besondere, „erwachsene“ Geschmäcker 😉. Vielleicht mit einer Prise Kardamom oder etwas Rosmarin… Ich bin schon gespannt, wie das wird!
Viel Spaß beim Nachkochen – und schreibt mir gern in die Kommentare, wenn ihr das Rezept ausprobiert habt. Vielleicht habt ihr ja auch tolle Gewürzideen für die nächste Runde!
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